Die AG Zeiten in einer Ganztagsschule sind oftmals sehr anstrengend. Vieles, was man den Schülerinnen und Schülern anbietet wird nur halbherzig angenommen. Am liebsten, so zeigt meine Erfahrung, möchten die Kinder nach der Erledigung ihrer Hausaufgaben einfach „frei“ und „selbstbestimmt“ spielen. So, wie es auch die Kinder machen, die nach dem regulären Unterricht täglich nach Hause gehen.
Natürlich kann man es auch pädagogisch verantworten, in der AG-Zeit die Schülerinnen und Schüler bei gutem Wetter auf dem Schulhof frei spielen zu lassen. Bei schlechten Wetterbedingungen, Regen und Kälte sieht dies jedoch anders aus – und oftmals muss man dann eben doch eine recht heterogene Gruppe irgendwie sinnvoll beschäftigen.
Neulich kam mir die Idee, in dieser Zeit „Freundschaftsarmbänder“ knüpfen zu lassen.
Was wird benötigt?
- Dickeres Garn, Wolle oder auch Lederbänder (je nach Anspruch und zu Verfügung stehenden finanziellen Mitteln) -> pro Strang maximal 70cm pro Armband und pro Kind
- Tesafilm
- Schere
- Maßband
Und so geht's:
Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten Freundschaftsarmbänder zu knüpfen, die sich stark in ihrem Anspruch voneinander unterscheiden.
Es empfiehlt sich, mit einer leichten Variante und 2 Fäden zu beginnen. Anschließend kann man sich auf 3 Fäden (klassisches Flechten), 4 Fäden oder sogar 8 Fäden steigern. Je mehr Fäden verwendet werden, desto dicker werden die Armbänder. Gut gemachte Erklärvideos für die unterschiedlichsten Varianten gibt es im Internet.
Diese Fäden, die in einer Länge von circa 70cm aneinandergeknotet werden, müssen an einem Tisch befestigt werden, um beim Flechten Spannung halten zu können.
So knotet man die Bänder entweder an einem Tischbein fest, oder man klebt sie mit Klebeband auf die Tischplatte.
Worauf muss geachtet werden?
Einigen Schülerinnen und Schülern fällt es schwer, die Bänder auf Spannung zu halten. Fehlt die Spannung, so entstehen große „Maschen“ – die eigentlich nicht erwünscht sind. Dies bedarf einiger Übung.