Im Kunstunterricht sollte immer wieder objektgestalterisch gearbeitet und gewerkelt werden. Zu oft steht jedoch das reine „Malen“ im Vordergrund. So kam ich auf die Idee, mit den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse dekorative Tiere aus Gips zu formen, die - versehen mit einem Korken – als Flaschenverschluss verwendet werden können.
Was wird benötigt?
- 1 Gipsbinde
- 1 leere kleine Kunststoffverpackung für den Körper (beispielsweise bietet sich auf Grund seiner Form eine Actimel-Flasche an)
- 1 gelbe Innenhülle eines Überraschungs-Eis (für den Kopf des Tieres)
- Malerkreppband
- Schleifpapier
- Schälchen für Wasser
- Schere
- Montagekleber
Zur Durchführung:
Zunächst müssen die Verpackungen (Actimel-Flasche, Überraschungsei) leicht angeschliffen werden, so dass die Gipsbinden mehr Haftung haben.
Anschließend können die Köpfe der Tiere unter zu Hilfenahme von Papier und Klebeband bei Bedarf rund geformt werden (das Innere des Überraschungseis ist eher oval).
Anschließend geht es schon um das „Umgipsen“, d.h., mit Hilfe der klein geschnittenen Gipsbinde wird das jeweilige Tier modelliert.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass mit genügend Wasser gearbeitet wird, um die Gipsporen zu schließen. Je mehr Wasser, desto gleichmäßiger und glatter wird die Oberfläche.
Nach der Trocknungsphase wird das Tier mit Wasserfarben angemalt und bei Bedarf mit Lack versiegelt.
Zum Schluss wird der Korken angesetzt. Dazu verwendeten wir Montagekleber.
Worauf muss geachtet werden?
Beim Arbeiten mit Gips entsteht ziemlich viel Dreck. Man muss immer genügend Zeit einplanen, um das Klassenzimmer ordentlich zu hinterlassen. Trotzdem ist es möglich, dieses Projekt in regulären Kunststunden von jeweils circa 50 Minuten durchzuführen. Es bedarf einer gewissen Vor- und Nachbereitung, die sich dann aber auch lohnt. Die Ergebnisse sprechen für sich.