Über die Bedeutung des szenischen Spiels habe ich im ersten Beitrag berichtet. Es ging außerdem noch um das Einüben von Schauspielfähigkeiten und das Erlernen der Rolle. Anhand von „Gregs Tagebuch“ haben wir uns vorgenommen, ein kleines Theaterstück einzustudieren und eine Zuschauerklasse einzuladen.
In die Rollen von „Gregs Tagebuch“ schlüpfen
Wenn die Rollen verteilt sind, folgt eine Stunde, in der sich die einzelnen Charaktere aus „Gregs Tagebuch” versammeln. Sie machen sich Gedanken zu ihrer Rolle: Welche Eigenschaften habe ich? Welchen Charakter habe ich? Aufgrund der Vorlage der Lesetexte und der Bekanntheit des Buches unter den Kindern ist eine Charakterbeschreibung schnell fertiggestellt.
In den anschließenden Unterrichtsstunden üben die Kinder die einzelnen Szenen in den jeweiligen Gruppen. Die Lehrkraft geht währenddessen reihum und steht den Kindern beratend zur Verfügung. Einzelne Ausschnitte aus den Gruppenarbeiten werden zu Beginn und/oder zum Ende der Unterrichtsstunde präsentiert, um das Plenum in die Kriterien für das szenische Spiel miteinzubeziehen.
Wenn die Szenen weitestgehend eingeübt sind, geht es an die Gestaltung der Szenen in Form von passenden Materialien:
- Welche Möbel braucht unsere Szene als Setting? Welches Hintergrundbild soll während der Präsentation abgebildet werden? Welche Gegenstände benötigen wir, um die Szene darzustellen? Es wird geklärt, wer etwas zu der Szene beisteuern kann.
Es wird ernst: Die Generalprobe und Präsentation
In der Generalprobe werden alle Szenen nacheinander dem Plenum präsentiert. Im Hintergrund läuft eine PowerPoint-Präsentation mit den passenden Hintergründen zu den einzelnen Szenen. Die Kinder, die gerade nicht spielen, geben gegebenenfalls noch einmal wichtige Tipps. Zudem wird die Zuschauerklasse eingeladen.
Am Ende der Unterrichtsreihe folgt die Präsentation der Szenen aus „Gregs Tagebuch”.
Fazit
Die Unterrichtsreihe macht den Kindern erfahrungsgemäß viel Freude. Bei „Gregs Tagebuch” handelt es sich um eine Buchreihe, die viele Kinder in ihrer Freizeit lesen und die somit Teil ihrer Lebenswelt ist. Zudem sind sie motiviert, Texte lebendig werden zu lassen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Durch die Präsentation der Szenen vor einer anderen Klasse nehmen sie die Unterrichtsreihe als Gemeinschaftsprojekt wahr, wodurch die Klassengemeinschaft gestärkt wird.
Habt ihr noch Ideen für weitere Bücher, die sich für das szenische Spiel eignen?
Schreibt sie gerne in die Kommentare!