Kinder entdecken Jesus-Geschichten (4): Die ersten Jünger

In dieser Reihe von Bibelgeschichten dreht sich alles um Jesus und darum, wie er gehandelt und somit im Leben der Menschen gewirkt hat. Nach den meinen letzten Beiträgen „Jesus und die Kinder“, „Jesus und Zachäus“ sowie „Jesus und Petrus auf dem Wasser“ folgt nun die Geschichte der ersten Jünger. 

Material für die Unterrichtsstunde

Ich habe großartige Erfahrungen damit gemacht biblische Geschichten frei und mit Unterstützung von etwas Material zu erzählen (für mehr Informationen klickt hier). Die Kinder hängen einem förmlich an den Lippen und freuen sich sehr auf die Erzählzeit im Sitzkreis. Mit ein wenig Kreativität und Material, welches auch aus dem Klassenraum zusammengesammelt sein kann, kann man den Kindern die damaligen Geschichten gut visualisieren.

Der große Fischfang, visualisiert mit Pappfischen, Holzfiguren und Tüchern. (Foto: Elisa)

Die Stoffe für die Bodenbilder könnt ihr beispielsweise beim RPA-Verlag online unter „Primero Tücher“ erwerben. Etwas günstiger sind sie noch, wenn ihr die B-Ware nehmt, was ich nur empfehlen kann, da sie ja meist auf dem Klassenzimmerboden eingesetzt werden. 

Interpretation der Geschichte

Auf der einen Seite verherrlicht Jesus sich selbst und zeigt seine göttliche Macht durch das Wunder des Fischfangs. Es war für die Fischer damals schier unmöglich bei Tag Fische zu fangen. Menschlich betrachtet war Jesu Vorschlag deshalb nicht sehr vielversprechend, da in tieferen Gewässern -wie dem See Genezareth- die Fische bei Tageslicht weit unten schwammen und die Fischer mit ihren einfachen Netzen die Fische dort gar nicht erreichen konnten. Die Fischer zeigten sich trotzdem gehorsam und ließen die Netze auf Jesu Wort hin nochmal auswerfen und fingen so viel, dass ihr Boot drohte unterzugehen.

Auf der anderen Seite stellt Jesus seinen Wunsch nach der Weitergabe des Wortes Gottes heraus, indem er die beiden Jünger beruft ihm nachzufolgen und mit ihm Gott zu dienen.

Interessant ist der Satz von Simon Petrus, nämlich:

„Herr, geh weg von mir. Ich bin ein sündiger Mensch!“

Simon Petrus fiel direkt vor Jesus nieder, sagte aber wiederum, dass dieser von ihm weg gehen solle. Die Erklärung hierfür ist, dass Simon Petrus in Anbetracht des Wunders und der Präsenz Gottes seine eigene Schuld und Unvollkommenheit nicht aushalten kann. Er fühlt sich nicht würdig, vor Jesus zu bestehen. Umso schöner ist Jesus Antwort „Fürchte dich nicht!“ und sein Auftrag, dass Simon Petrus von nun an mit ihm Menschen für Jesus gewinnen darf. Jesus nimmt ihn an – in seiner Unvollkommenheit und mit seiner Schuld.

Erzählvorlage nach Lukas 5, 1-11. (Foto: Elisa)

Arbeitsphase

Die Kinder bekommen eine Auswahl an buntem Papier zur Verfügung gestellt und haben den Auftrag viele Fische auszuschneiden. Auf die Fische dürfen sie ihren Namen, als auch die Namen ihrer liebsten Mitmenschen schreiben.

An der Tafel hängt ein großes blaues Plakat, auf welches die Fische geklebt werden dürfen. Die Kinder sollen so in Erinnerung gerufen bekommen, dass Jesus alle Menschen annimmt und sich über jeden freut, der ihm nachfolgt.

Viel Spaß und bis zur nächsten „Jesus-Geschichte“.

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