Die Vorbereitungen für das Medienkonzept haben uns eines gelehrt: Man muss sich auch mal die „unbequemen“ Fragen stellen. In diesem Fall: Erschöpft sich unser Oster-Repertoire eigentlich im Basteln von Fensterbildern und dem Verstecken von Schokoeiern? Oder schaffen wir es, das Thema so zu öffnen, dass es in den Köpfen der Kinder (und in unseren Lehrplänen) nachhaltig Wurzeln schlägt?
Ostern bietet eine wunderbare Gelegenheit, fächerübergreifend zu arbeiten, ohne dass der „Bastel-Zwang“ die Oberhand gewinnt. Hier sind einige Impulse, wie wir das Fest in diesem Jahr ganzheitlich und modern angehen:
Sachunterricht & Mathe: Das Wunder des Lebens (und der Geometrie)
Statt nur die Schale zu bemalen, schauen wir dieses Jahr genauer hin. Wir untersuchen fächerübergreifend die Beschaffenheit einer Eierschale! Warum ist sie so stabil, obwohl sie so dünn ist?
- Statik-Experimente: Wie viel Gewicht hält ein Ei aus?
- Mathe zum Anfassen: Wir berechnen den Umfang von Eiern oder nutzen die „ovale Form“ für erste Geometrie-Übungen. Wie konstruiert man eigentlich ein Ei mit dem Zirkel?
Deutsch: Osterbräuche weltweit – Eine mediale Recherche-Reise
Ostern ist ein globales Fest mit spannenden Traditionen. Die Kinder nutzen Tablets, um in Kleingruppen zu recherchieren:
- Warum verbrennt man in manchen Regionen Strohpuppen?
- Was hat es mit dem „Osterfuchs“ oder dem „Osterkuckuck“ auf sich, die früher den Hasen Konkurrenz machten?
Die Kinder verfassen dazu kurze Blog-Beiträge oder nehmen kleine „Podcast-Reportagen“ auf, in denen sie ihre kuriosesten Funde präsentieren.
Musik & Kunst: Rhythmus und Upcycling
In der Kunst gehen wir weg vom klassischen Tonpapier… Wir stellen uns die Frage der Nachhaltigkeit:
- Upcycling: Aus alten Eierkartons und Zeitungen entstehen Skulpturen, die nichts mit dem Klischee-Hasen zu tun haben.
- Klanggeschichten: In Musik vertonen wir das „Erwachen der Natur“. Welche Instrumente klingen wie schmelzender Schnee? Wie klingt das erste Flattern eines Kükens? Wie kannst du klanglich „Frühlingsgefühle“ umsetzen?