Der Klimawandel, das Arten- und Insektensterben, die Wasserknappheit, die Verschmutzung des Wassers, der Meere, der Böden und der Luft, der immer größer werdende Müllberg, die Überfischung der Meere…Die Liste der Umweltprobleme wird größer und größer. Als einzelner Mensch fühlt man sich angesichts dieser großen Probleme hilflos und ausgeliefert, aber es gibt auch Möglichkeiten, was jeder machen kann. Beispielsweise dadurch, dass man auf Palmöl verzichtet.
Der Hintergrund: Warum Palmöl?
Immer noch werden große Regenwaldflächen gerodet oder abgebrannt, um Platz für riesige Palmölplantagen zu machen. Palmöl ist in der Herstellung relativ günstig und vielseitig verwendbar. Das macht das Palmöl bei Nahrungsmittelherstellern, aber auch bei den Produzenten von Putzmitteln überaus beliebt. Deshalb steigt der Bedarf an Palmöl weltweit immer weiter an. Einige Hersteller geben an, dass das Palmöl aus nachhaltigem Anbau stammt, aber ob dies immer den Tatsachen entspricht, ist nicht immer ganz einfach nachzuprüfen.
Allzu oft muss deshalb immer noch der tropische Regenwald, wie z.B. der Regenwald auf Borneo, den Plantagen weichen. Die Folgen für die heimische Tier- und Pflanzenwelt, aber auch für das Klima sind fatal. Der Lebensraum der Tiere wird kleiner und kleiner, viele Tiere werden vertrieben. Durch die Abholzung kommt es aber auch zu klimatischen Veränderungen. Aufgrund der fehlenden Pflanzen und Bäume nimmt die Verdunstung immer weiter ab. Das führt zu immer weniger Niederschlägen. Weil es immer weniger regnet (im Regenwald!), kommt es immer häufiger zu Trockenphasen und Dürren.
Übersicht der Verwendung von Palmöl
Wie vielfältig und universell Palmöl eingesetzt werden kann, zeigt die folgende Übersicht:
Lebensmittel:
- Backwaren: Kekse, Kuchen, Croissants, Blätterteig, Toastbrot
- Süßwaren: Schokolade, Pralinen, Eiscreme, Karamell
- Fertiggerichte: Tiefkühlpizza, Suppen, Instant-Nudeln
- Aufstriche: Nutella, Margarine, Erdnussbutter
- Knabberartikel: Chips, Cracker, Salzstangen
- Milchprodukte: Kaffeeweißer, einige Käsesorten
- Frittierte Produkte: Pommes, Chicken Nuggets
- Vegane & vegetarische Produkte: Fleischersatzprodukte, pflanzliche Aufstriche
Kosmetik & Körperpflege:
- Cremes & Lotionen: Feuchtigkeitscremes, Sonnencreme
- Seifen & Duschgels: Flüssigseifen, Shampoos
- Zahnpasta: Einige Marken nutzen Palmöl-Derivate
- Make-up: Lippenstifte, Mascara, Foundations
Haushaltsprodukte:
- Waschmittel & Reinigungsmittel: Enthalten oft Tenside aus Palmöl
- Kerzen: Besonders günstige Kerzen basieren oft auf Palmöl
- Spülmittel: Palmöl-Derivate als Fettlöser
Um die Umsetzung, wie man das Thema im Unterricht umsetzen kann geht es beim nächsten Mal. Seid gespannt!