Noch eine Woche bis zu den Sommerferien – und in den Klassenzimmern ist es gegenwärtig bereits an den Schulvormittagen unerträglich heiß. Unterricht ist nicht mehr möglich – auf dem Schulhof kaum Schatten. Aus diesem Grund hat unsere Schulleitung zwar von ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Unterricht um 11 Uhr zu beenden – und nur noch eine Betreuung bereit zu stellen, trotzdem muss bis 11 Uhr eine sinnvolle Beschäftigung für die Kinder gefunden werden.
Die Natur als Pädagoge
Zum Glück befindet sich in unmittelbarer Schulnähe ein Bach. So kam meine vierte Klasse auf die Idee, einen der heißen Schultage am Bach zu verbringen. Bewaffnet mit Wechsel- und Schwimmkleidung, Wasserschuhen, Picknickdecken und Frühstück machten wir uns kurz nach 8 Uhr auf den Weg.
An einer geeigneten Stelle angelangt, gingen die Schülerinnen und Schüler direkt ins erfrischende Nasse und begannen, sich frei zu beschäftigen. Nach einiger Zeit verloren sie jedoch die Ideen, sich sinnvoll zu beschäftigen.
Also lautete der einfache, aber effektive Auftrag: „Baut gemeinsam einen Staudamm“.
Sofort machten sich die Kinder an die Arbeit. Sie suchten sich eine geeignete Stelle, schleppten Steine und Äste zusammen und begannen, diese aufeinander zu schichten.
Natürlich darf dabei die Kraft des Wassers nicht außer Acht gelassen werden. Und so musste die Wand des Staudamms permanent verstärkt und Lücken mit Schlamm und Gras gestopft werden. Das forderte die Kreativität heraus.
Auffallend war, dass sich alle Kinder der Klasse begeistert beteiligten und gemeinsam versuchten, die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Auch nach 3 Stunden waren die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Ergebnis nicht zufrieden – und schmiedeten Pläne, sich am Nachmittag wieder zu treffen und weiter zu konstruieren.
Zumindest ein kleiner Erfolg in Anbetracht der sonst vorherrschenden Freizeitbeschäftigungen, die von medialem Konsum geprägt wird.
Wie verbringt ihr die heißen Schulsommertage?