Die 10 giftigsten Tiere in Deutschland

Im Rahmen meines Studiums des Faches Sachunterricht ging es immer wieder um das Thema „Lebensräume“. Beispielsweise die Lebensräume „Wald“, „Wiese“ und „Bach“. Die ganzheitliche Betrachtung bzw. die gegenseitige Abhängigkeit, die Nahrungsketten standen dabei im Vorderpunkt. Einzelne Tiere, wie z.B. den Maulwurf, die Holzbiene oder den Igel, über die ich hier schon geschrieben habe, spielten keine Rolle. Dabei sind Kinder fasziniert von besonders großen, gefährlichen und von giftigen Tieren. Und genau darum geht es heute.

Beim Thema „giftige Tiere“ denken wahrscheinlich nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem auch die Kinder an Schlangen und Skorpione. Aber auch bei uns in Deutschland gibt es Tiere, die für uns Menschen gefährlich werden können. Hier eine kurze Übersicht.

Kreuzotter
Das Gift dieser Schlangenart ist relativ stark. Ein Biss ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch Atemnot, Herzbeschwerden und sogar Lähmungen hervorrufen.

Aspisviper
Neben der Kreuzotter gibt es noch eine weitere Schlangenart, deren Gift ebenfalls nicht ungefährlich ist, die Aspisviper. Bei einem Biss drohen hier ebenfalls Atemnot und Herzbeschwerden.

Petermännchen
Auch wenn sich der Name dieses Fisches sehr niedlich und harmlos anhört, gehört dieser Fisch zu den giftigsten Fischen Europas. Der Fisch lebt an der Nord- und Ostsee und vergräbt sich im Sand. Mit einem Stachel wird das Gift übertragen. Heftige Schmerzen, Schwindel, Herzrasen, Bewusstlosigkeit und allergische Reaktionen sind die mögliche Folge.

Giftiges Petermännchen. (Foto: stock.adobe.com / aquapix)

Gelbe Haarqualle
Quallen sind der Albtraum vieler Schwimmer. Ganz so gefährlich ist die Gelbe Haarqualle, die ebenfalls in der Nord- und Ostsee vorkommt sicherlich nicht. Aber dennoch ist eine Berührung äußerst unangenehm und schmerzhaft. Bei Allergikern kann es zu allergischen Reaktionen wie Fieber und Erbrechen kommen.

Feuersalamander
Viel bekannter ist der Feuersalamander, den man allerdings nur relativ selten zu Gesicht bekommt. Sein Gift kann ein Brennen auf der Haut und eventuell Übelkeit hervorrufen.

Gelbbauchunke
Die Unke verbreitet ihr Gift über die Haut und reizt vor allem die menschlichen Augen.

Spitzmaus
Obwohl das Gift für den Menschen ziemlich harmlos ist, kann es trotzdem relativ schmerzhaft sein.

Wasserspinnen
Genauso wie bei der Spitzmaus werden sich auch hier viele wundern, dass die Wasserspinnen zu den giftigsten Tieren Deutschlands zählen. Der Spinnenbiss durchdringt die Haut des Menschen und ist ungefähr genauso schmerzhaft wie ein Wespenstich.

Ölkäfer
Der Käfer steht auf der roten Liste und ist deshalb nur selten in der Natur anzutreffen. Zur Abwehr bildet er ein giftiges Sekret, das zu Entzündungen, Hautblasen und sogar zu schweren Nierenschädigungen führen kann. Der Käfer sollte deshalb auf keinen Fall angefasst werden.

Ammen-Dornfinger
Aufgrund der Erderwärmung verbreitet sich diese wärmeliebende Spinnenart bei uns in Deutschland immer weiter. Mit ihrem Gift kann sie, genau wie die Wasserspinnen, die menschliche Haut durchdringen. Das Gift wirkt ähnlich wie ein Bienen- oder Wespenstich und kann in einzelnen Fällen auch zu Schüttelfrost, Fieber und Erbrechen führen.

Ideen zur Umsetzung im Unterricht

Die unterrichtliche Behandlung dieser Tiere ersetzt natürlich nicht die Behandlung eines komplexen Lebensraumes, bei dem es um die vielfältigen Verknüpfungen, Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Tierarten, aber auch zwischen den Tieren und Pflanzen geht. Im Laufe eines Schuljahres ist vielleicht auch genügend Zeit für folgende Ideen:

  • Tier des Monats
    Beispielsweise könnt ihr jeden Monat eines dieser Tiere im Unterricht behandeln: Die Qualle im August, das Petermännchen im September usw. Auf diese Weise könnt ihr das Thema auf das ganze Schuljahr verteilen. Mehr dazu findet ihr auch in folgendem Beitrag: Wiedehopf
  • Unterrichtseinheit
    Selbstverständlich kann das Thema auch als ganz normale Unterrichtseinheit behandelt werden. Hier könnte am Ende ein fertiges Büchlein entstehen mit Steckbriefen zu den einzelnen Tieren, Fotos und selbst gemalten Bildern der Tiere und ihrem Lebensraum.
  • Präsentation / Gruppenarbeit
    Besonders sinnvoll ist auch die Möglichkeit des Präsentierens. Im Curriculum sind verbindliche Präsentationen im Fach Sachunterricht bei uns vorgesehen. Hier würde es sich anbieten, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Präsentation mit giftigen Tierarten eingehend beschäftigen, ihre gewonnen Informationen auf Plakaten niederschreiben und es ihren Mitschülern präsentieren.
  • Film
    Oftmals am Ende einer Unterrichtseinheit, am Ende einer Stunde oder auch am letzten Schultag vor den Ferien bleiben noch ein paar Minuten übrig. Diese Zeit könnte auch mal dafür genutzt werden, um die giftigen Tiere mit Hilfe eines Filmes vorzustellen: 
    https://www.youtube.com/watch?v=pBo9gYu4o14
    (Sämtliche Inhalte des bereitgestellten Links wurden nach bestem Gewissen überprüft.)

Mich würde interessieren, ob ihr bereits zu den oben genannten Tieren im Unterricht gearbeitet habt oder in Zukunft arbeiten möchtet. Schreibt gerne dazu in den Kommentaren.

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