Ein Formicarium für das Klassenzimmer - unsere eigene Ameisenfarm - Teil 1 -

Im Rahmen unserer Projektwoche zu dem Thema „Ich, Du, Wir – nur gemeinsam sind wir stark“ begaben sich die Lehrerkräfte unserer Schule auf die Suche nach geeigneten Projekten. Das Jahrgangsteam der zweiten Klassen hatte die Idee, exemplarisch für das soziale Zusammenleben, das Thema „Ameisen“ zu behandeln.
Und schnell kam uns dabei auch der Gedanke, dass wir Ameisen in das Klassenzimmer holen könnten, um mit den Schülerinnen und Schülern direkt und originär ihr Sozialleben beobachten zu können.

Herkunft der Ameisen

Eine Recherche im Internet ergab: schon für wenig Geld gibt es Formicarien zu kaufen. Und dies sogar bei dem wohl größten Internet Versandhändler. Entdeckt – bestellt.
Und nach nur 5 Tagen wurde uns ein komplettes Zuchtset aus Spanien geliefert. Ameisen der Art Messor Barbarus, laut Händlerangabe einfach zu pflegen und in Gefangenschaft zu züchten.
Die Lieferung enthielt circa 15 – 20 Ameisen, sowie eine Königin. Es ist sehr erstaunlich zu sehen, wie groß eine Ameisenkönigin ist!

Nach kurzem Studium der Anleitung war uns der Aufbau der Zuchtstation plausibel. Der mitgelieferte Sand wurde in den circa 2cm dicken Beobachtungskasten gegeben und mit Wasser durchfeuchtet. Dies gewährleistet, dass sich der Sand etwas verdichtet und es so den Ameisen erleichtert, Gänge zu graben.

Beobachten und Staunen

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern setzten wir also vorsichtig die Ameisen in ihre neue Umgebung. Und beobachten nun von Tag zu Tag, wie sie Besitz davon ergreifen und anfangen, ihren Staat aufzubauen. Das Formicarium sollte nicht zu warm – und nicht zu kalt stehen. Und: Erschütterungen sollten vermieden werden.

Der Händler gibt an, dass diese kleine Kolonie bei guter Pflege zwischen 50 und 100 Arbeiterinnen hervorbringen kann. Ob wir es soweit kommen lassen, ist aktuell jedoch fraglich. Wir gehen eher davon aus, dass wir die Ameisen am Ende unserer Projektwoche gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in die Freiheit entlassen. Auf alle Fälle ist es jetzt bereits spannend zu beobachten.

Während der Projektzeit haben wir das Thema "Ameisen" dann intensiv betrachtet. Wie genau wir das gemacht haben, wird im nächsten Beitrag zu lesen sein.

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