Gestalten mit Papier (1): Ostereier mit der Technik „Spaltschnitt“

Gerade für spontane Vertretungsstunden bin ich immer auf der Suche nach kleinen Kunsteinheiten, die auch in einer Schulstunde umsetzbar sind und wenig Vorbereitungen erfordern. Da ich im Klassenzimmer eine Sammlung von verschiedensten Papierresten habe, die aus Kunstprojekten und Bastelarbeiten im Laufe der Jahre entstanden ist, bieten sich vor allem Gestaltungsaufgaben mit Papier an. Eine relativ einfache Technik ist der „Spaltschnitt“, mit denen wir passend zur Jahreszeit Ostereier gestaltet haben.

Die Technik „Spaltschnitt“

Beim „Spaltschnitt“ wird eine Form in einzelne Teile zerschnitten und anschließend versetzt wieder aufgeklebt, wodurch ein plastischer Effekt erzeugt wird. Die Technik entfaltet ihre Wirkung vor allem durch den Kontrast der verschiedenfarbigen Papiere, die dabei verwendet werden. Deshalb eignet sich vor allem schwarzes und weißes Papier. Aber auch mit farbigem Papier kann ein Hell-Dunkel-Kontrast erzeugt werden.

Das wird benötigt:

  • Verschiedenfarbiges Papier (für den Hintergrund empfehle ich mindestens die Größe DIN A 5)
  • Schere
  • Kleber
  • Bleistift

Schnell erklärt: So geht man vor

Aufgabe der Kinder war es, ein Osterei mithilfe des Spaltschnittes anzufertigen. Deshalb war der erste Schritt, ein Ei mit Bleistift vorzuzeichnen. Je nachdem wie groß der Hintergrund ist, sollte das Osterei größer oder kleiner ausfallen. Als Orientierung habe ich den Kindern folgenden Hinweis gegeben: „Dein Osterei sollte ungefähr halb so groß wie dein Hintergrund sein.“ Denn es muss Platz für die Lücken zwischen den einzelnen Teilen, die ja versetzt aufgeklebt werden, mit eingerechnet werden.
Anschließend durften die Kinder das Osterei in einzelne Teile zerschneiden. Dabei konnten sie sich selbst ein Muster ausdenken, z.B. Wellen oder Zacken. Es ist auch möglich, das Osterei senkrecht zu zerschneiden. Wichtig ist jedoch der Hinweis, dass die Kinder die Teile, die sie abschneiden, geordnet vor sich hinlegen. Denn für einige Schüler*innen erwies es sich als eine kleine Herausforderung, alle Teile auch wieder in der richtigen Reihenfolge aufzukleben.

Anschließend wurde das Gras ausgeschnitten. Vor dem Aufkleben sollten die Kinder ihr Ei und das Gras zuerst auf den Hintergrund legen. So konnten sie die einzelnen Teile noch zurechtschieben, damit sich ein schönes Gesamtbild ergab.
Und schon waren die Ostereier im Spaltschnitt fertig! Schnelle Schüler*innen durften danach die Technik mit anderen Motiven ausprobieren oder eine Osterkarte gestalten.

Für welche Klassen ist die Technik geeignet?

Da die Technik recht simpel ist, kommen auch schon jüngere Kinder gut damit zurecht. Für höhere Jahrgangsstufen kann ein anspruchsvolleres Motiv wie beispielswiese ein Osterhase gewählt werden.

Eine weitere Technik, mit der sich in nur einer Schulstunde wirkungsvolle Bilder herstellen lassen, ist der Klappschnitt. Diese zweite Gestaltungsmöglichkeit mit Papier stelle ich euch in meinem nächsten Beitrag vor.

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