Unsere Schule hat seit mehreren Jahren einen Schulgarten, von dem ich euch von Beginn an hier berichtet habe (siehe diese Beiträge). Da jede Klasse unserer Schule einen eigenen Bereich im Schulgarten zugewiesen bekommen hat (siehe Klassenpatenschaften), um den sie sich kümmern muss, überlegten wir, welche Bepflanzung Sinn machen könnte. Auf diese Frage eine sinnvolle Antwort zu finden ist nicht ganz leicht, denn viele Obst- und Gemüsesorten reifen gerade dann heran, wenn Sommerferien sind und bedürfen dann viel Pflege.
So kam uns die Idee, innerhalb unserer Klasse wiederum „Patenschaften“ zu vergeben: Jedes Kind züchtet seine eigene Tomatenpflanze – und bekommt dafür die Pflege übertragen.
Ein Gewächshaus im Klassenzimmer
Von einer Mutter unserer Klasse erhielten wir ein ausrangiertes „Anzuchthaus“ eines skandinavischen Einrichters, das perfekt auf unsere Fensterbank passte. Anzuchterde war schnell organisiert, genau wie kleine Anzuchttöpfe.
Bei der Auswahl der Samen achtete ich darauf, eine möglichst „frühe“ Cocktail-Tomaten-Sorte zu erwischen – um ggf. die Chance zu haben, die ersten Früchte vor Beginn der Sommerferien ernten zu können.

Und so legten wir los:
Jede Schülerin und jeder Schüler beschriftete einen Anzuchttopf mit seinem Namen, befüllte ihn mit Anzuchterde und legte vorsichtig zwei Tomaten-Samen hinein.
Anschließend wurden die Töpfchen in das Anzuchthaus platziert – und bedürfen jetzt noch regelmäßig Wasser um nicht auszutrocknen.

Wenn unser Plan im wahrsten Sinne des Wortes „aufgeht“, können wir die Pflanzen ab dem 15. Mai, nach den letzten Eisheiligen, in unser Beet pflanzen.
In den Sommerferien können die Kinder ohne weiteres den Schulgarten betreten, ihr Pflänzchen gießen und Früchte ernten. Eine wertvolle Erfahrung. Und sollte ein Kind keine Lust darauf haben oder verhindert sein, übernimmt ganz sicher ein Klassenkamerad die Fürsorge.