Gedenktage (1): Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre

In den letzten Jahren häufen sich die sogenannten Gedenktage. Einige davon gibt es schon sehr lange, andere sind erst relativ neu dazugekommen. Sicherlich ist es mehr als sinnvoll, sich bestimmte Themen oder Anlässe immer wieder ins Gedächtnis zu rufen bzw. daran zu erinnern, in meinen Augen gibt es aber auch weniger sinnvolle Gedenktage. Beispielsweise den Jogginghosen-Tag am 21. Januar, den Welttag des Schneemanns (18.1) oder den Welttag des Purzelbaumes (25.5). Aber natürlich gibt es auch wichtige Gedenktage. Und genau darum geht es in dieser Beitragsreihe. Heute geht es los mit dem Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre, am 17. Juni. Im nächsten Beitrag wird es um den Weltflüchtlingstag am 20. Juni gehen.

Aktuelle Lage

In den Schlagzeilen lesen wir, wie Südspanien austrocknet und der Gardasee halb leer ist. Aber der Wassermangel bzw. die Dürre betrifft nicht nur die südeuropäischen Länder, sondern auch Deutschland. Davon zeugen nicht nur die aktuellen Waldbrände im Juni 2023 südlich von Berlin, sondern auch die zunehmende Waldbrandgefahr in den Sommermonaten der letzten Jahre. Ansteigende Temperaturen, kaum Niederschläge im Sommer führen zu Dürre, Trockenheit und lassen die Waldbrandgefahr steigen.

Ganz aktuell denkt beispielsweise der Gemeinderat einer Gemeinde in Baden Württemberg über ein Verbot des Befüllens von Pools mit mehr als 300 Litern im Sommer nach, wenn das Trinkwasser knapp ist. Im Gespräch ist aber auch ein Bewässerungsverbot von Rasen im Sommer.

Zur Zeit steht aber auch ein großer deutscher Lebensmittel-Discounter in der Kritik, der seine Erdbeeren aus einer spanischen Dürre-Region bezieht. Erdbeeren brauchen zum Wachsen viel Sonne, aber natürlich auch Wasser. Hier stellt sich die Frage, ob es in Ordnung ist, in Ländern, in denen Wasserknappheit und Dürre herrscht und sich die Wüste ausbreitet, billige Erdbeeren zu produzieren.

Was kann gegen die Dürre getan werden? (Foto: stock.adobe.com/appledesign)

Im Unterricht

Diese beiden Beispiele zeigen, wie brisant einerseits, aber auch wie hochaktuell andererseits das Thema ist. Die Beispiele eignen sich meines Erachtens sehr gut als Einstieg in das Thema. Man könnte aber auch einen Film über die Lieberoser Wüste anschauen. Es ist die größte deutsche Wüste. Ja, richtig gehört: In Deutschland.

Zum Thema Wasser bzw. virtuelles Wasser habe ich hier beim Schnüffler schon einige Beiträge geschrieben: Weltwassertag; Wie kann man virtuelles Wasser sparen?; Normalerweise kommt das Wasser aus dem Wasserhahn.

Mit den Kindern kann besprochen werden, warum Wasser für uns wichtig ist und wie man in Zeiten der Erderwärmung Wasser sparen kann. Die Ideen der Kinder können auf Plakaten festgehalten werden.

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